ILEK Chicago Exkursion – Tag 7

img_5321-2Am 7. Tag unserer Exkursion haben wir uns im Millennium Park, getroffen.
Der Park, der ursprünglich als Rangierbahnhof genutzt wurde, ist heutzutage vor allem bekannt durch den Jay Pritzker Musikpavillon von Frank Gehry und die „Bohne“, eine auf hochglanzpolierte Edelstahlskulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor, die den offiziellen Namen „Cloud Gate“ trägt.

Nach der Besichtigung des Parks und eine kurzen Mittagspause haben wir uns dann auf den langen Weg zur Northwestern University gemacht.
Die Universität ist wie unsere Universität in Stuttgart in zwei Teile gespalten. Ein Teil befindet sich in der Innenstadt in der Nähe des Chicago River und ein Teil nördlich von Chicago im Vorort Evanston, zu dem wir unterwegs waren.

Wir waren an diesem Tag zu einem Symposium eingeladen, bei dem neben unseren Betreuern vom ILEK auch Eric Keune von SOM, Thomas Mozina von Perkins + Will, Tom Jacobs von Krueck + Sexton und Laurence Booth von Booth Hansen Vorträge über Chicagos Hochhäuser, Innovationen im Leicht- und/oder Hochhausbau und diverse andere Themen hielten.

Nach dem Symposium durften wir an einem Dinner im Cohen Commons Saal der Universität teilnehmen und hatten die Möglichkeit uns mit den verschiedenen anwesenden Professoren der NWU und den Architekten auszutauschen.

Nach diesem sehr herzlichen Abend hat sich ein Teil der Gruppe entschlossen noch auf einen Absacker die Signature Lounge (eine Skybar im 96. Stock des John Hancock Center) zu besuchen, von wo aus man einen atemberaubenden Blick über das nächtliche Chicago und auf den Lake Michigan hatte.

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ILEK Chicago Exkursion – Tag 6

Heute haben wir einen langen Ausflug in den Süden von Chicago gemacht. Die Anfahrt war etwas schwer, da durch den Bank of America Marathon einige Busse und Bahnen ausfielen. Verspätet haben wir mit dem Museum of Science and Industry angefangen, so konnten wir eine andere Seite von Chicago kennen lernen. Das Museum liegt im Jackson Park am Michigan See in der Nähe eines ruhigen Wohnviertels. In einer großen Museumshalle wurden beispielsweise Naturphänomene nachgestellt und eine beeindruckende Dokumentation über den weißen Hai gezeigt,  selbst über die Mondlandung der Apollo 11 im Jahre 1969 haben wir vieles gelernt.

Nach der Mittagspause haben wir die Umgebung erkundet. Die Universität von Chicago war gut, um von der stressigen Downtown zu entspannen. Dort haben wir neben dem berühmten klassischen Prairie Style Robie House von Frank Lloyd Wright, das „Mies‘sche“ Social Service Building von LudwignMies Van der Rohe auch eine moderne Hallenkonstruktion von Helmut Jahn gesehen.  Wir konnten feststellen, dass Chicago eine Vielfalt an Architekturstilen bietet, die zur gleichen Zeit entstanden ist.img_5275

Später brachte uns die Architektur-Tour zur Downtown zurück, in der wir die Hochhäuser, das Dewitt-Chestnut Wohnhaus von Fazlur Khan (SOM), eines der ersten Hochhäuser mit dem Konstruktionsprinzip der „Framed Tube“, und die 860-880 Lake Shore Drive Apartments besichtigten. Durch die Vorträge, die jeder vorbereitet hat, haben wir interessante Infos über die Gebäude erhalten.

Chicago lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Obwohl wir zwischen 10-15 Kilometer am Tag zurücklegen, sind wir am Abend nicht erschöpft und haben noch die Kraft zu einem guten Restaurant oder auf ein Konzert zu gehen.

ILEK Chicago Exkursion – Tag 5

An Tag 5 der Exkursion hieß es raus aus der Innenstadt. Der Graceland Friedhof im nördlichen Teil Chicagos stand auf dem Plan.

Der Graceland Cemetery, der 1860 eröffnet wurde ist einer der größten im Staat Illinios und Ruheplatz für viele bedeutende Persönlichkeiten. Teillweise sehr große und beeindruckende Mausolen sind über die große parkähnliche Anlage verteilt. So unter anderem ein großes Grab für Louis Sullivan, der mit „form follows function“ die Architektur Chicagos und Nordamerkias maßgeblich prägte. Aber auch Daniel Burnham (Flatiron Buiding – NYC, Monadnock Building – Chicago) wurde hier in einem auf einer Insel liegenden Grab beerdigt. Die prunkvollen Gräber reicher Chicagoer standen in einem großen Kontrast zum Grabe Mies van der Rohes, dessen Grab getreu dem Motto „less is more“ lediglich aus einem edelen schwarzen Mamorsteins besteht.

Gewürdigt wird auf dem Graceland Fiedhof auch Fazlur Khan, der mit seinen neuartigen und genialen Ansätzen („tube“ Strukturen, Megafachwerkstrukturen etc.) den Weg des modernen Hochhausbaus ebnete.

Der Rest des Tages stand den Studierenden zur freien Verfügung und der strahlende Sonnenschein (bei trotzdem recht kalten Temeraturen) untermalte einen schönen fünften Tag.

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ILEK Chicago Exkursion – Tag 4

Am vierten Tag unserer Exkursion schauten wir uns bei zwei Baustellen-Führungen einen zukünftigen Teil der Chicago Skyline an.

Zuerst wurde uns eine kurze Übersicht über das Projekt CNA Center an der 151 North Franklin Street gegeben, mit einem Zeitraffer der bisherigen Baustellen-Entwicklung und einem Rendering des zukünftigen Gebäudes. Geplant ist ein Hochhaus mit 35 Stockwerken, das hauptsächlich als Bürofläche genutzt werden soll.
Das Bauwerk befand sich zum Zeitpunkt unseres Besuches noch relativ am Anfang und der Kern war erst wenige Stockwerke nach oben gezogen. Noch war es kaum möglich zu erahnen, was für ein Gebäude später dort stehen wird, und inwiefern es aus den anderen Hochhäusern in der Umgebung herausragen wird.

Die zweite Führung wurde uns auf einer Baustelle der Firma Clark direkt in der Nachbarschaft zur ersten gegeben. Geplant ist ein äußerlich relativ ähnliches Gebäude, das aber als zur Wohnnutzung dienen soll. Im Gegensatz zum ersten war schon einiges des künftigen Gebäudes zu erkennen und die erste Musterwohnung war bereit zum anschauen. Besonders an dem Projekt sind die gerade mal 20cm dicken Decken, was nur durch eine ausgeklügelte Vorspannung erreicht werden kann. Ebenfalls war sehr auffällig, dass die gesamten Versorgungsleitungen in die Wände einbetoniert werden, was einerseits zwar viel Platz spart, andererseits eine eventuelle Reparaturen sehr kompliziert macht. Schön fanden wir die unverkleideten Sichtbetondecken und -wände.

Alles in allem fanden wir die Führungen durch die Baustellen unglaublich interessant, da wir uns alle schon viel mit Hochhäusern beschäftigt haben, aber nur die wenigsten bisher den Fertigstellungsprozess mit eigenen Augen sehen konnten. Wir freuen uns darauf, bei unserem nächsten Besuch die fertigen Gebäude zu betrachten.
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ILEK Chicago Exkursion – Tag 3

Der heutige Tag hat uns erstmals ausserhalb von Chicago gebracht auf den Spuren eines der wichtigsten Architekten des zwanzigsten Jahrhunderts – Mies van der Rohe. Wir hatten die Möglichkeit an einer freiwilligen Besichtigung des Farnsworth House teilzunehmen, welche von der Chicago Architectural Foundation organisiert wurde. Während der 1.5 stündigen Fahrt mit dem Bus, hatte die Reiseführerin eine kurze Einleitung über das Leben und Werken von Mies gegeben und dazu wurde uns ein Dokumentarfilm gezeigt. Obwohl der Tag regnerisch begonnen hatte, hat die Sonne wieder geschienen, als wir unseren Zielort erreichten, und uns wurde ein herrlicher Blick auf das Haus zwischen den Bäumen geboten. Der Stahlbau aus dem Jahr 1950 gilt bis heute als eine Verkörperung der modernen Architektur. Nach einer Rede über die Geschichte des Hauses und die tausenden Bildern die jeder von uns machte, waren wir alle von der Besichtigung begeistert.161007_farnsworth-house

Am Nachmittag sind wir zurück in die Stadt gefahren und haben dann die größte Einkaufstraße in Chicago besucht – Michigan Avenue (The Magnificent Mile). Mit ihren glänzenden „Flagshipstores” war sie ein klares Zeichen für eine kommerzialisierte Gesellschaft. An ihr liegt ein revolutionäres Hochhaus – das John Hancock Center. Für uns hat sich die Möglichkeit ergeben die Skylobby des Gebäudes zu besuchen und Information über die Nutzung des Gebäudes zu bekommen. Unser dritter Tag der Exkursion hat mit einem gemeinsamen Abendessen geendet, wo wir von der Größe der Portionen, wie es uns hier oft passiert, überfordert waren. Dies gab uns jedoch die Zeit unsere bisherigen Eindrücke der Stadt untereinander auszutauschen.

 

ILEK Chicago Exkursion – Tag 2

Nach einem Überblick über die Stadt von ganz oben an Tag 1 startete der zweite Tag von ganz unten: mit einer Bootstour auf dem Chicago River. Nach 75 min waren wir so um unzählige Informationen und Fun Facts zur Geschichte des Loops (des CBD Chicagos) und zu ihrer Architektur bereichert und überzeugt davon, dass die Stadt absolut „awesome“ ist und ihre Hochhäuser immer wieder „the biggest/greatest/… in the world!“ waren.

Um die vielen und schnellen Infos sacken lassen zu können, wurde die Innenstadt anschließend zu Fuß erkundet, was auch erstaunlich gut funktionierte. Vor prägnanten Bauten, die die Entwicklung der Stadt und des Hochhausbaus maßgeblich beeinflussten, wurden Stops eingelegt und das vorbereitete Wissen in Form der Kurzreferate geteilt. Dabei reichte das Spektrum von Mauerwerks-Hochhäusern über die ersten Stahlskelette bis zur beliebten miesischen Architektur. Oft wurde auch die Möglichkeit genutzt, ein Gebäude von Innen zu erleben.

Im Anschluss waren wir noch eingeladen, das Büro SOM kennenzulernen. Dort werden alle Disziplinen des Hochhausbaus unter einem Dach vereint: Architektur, Tragwerksplanung, Innenarchitektur, Städtebau, Technische Gebäudeausrüstung und Nachhaltigkeitsbewertung. In einer Kurzpräsentation wurden uns ein Einblick ins Thema Wind Engineering von Hochhäusern gegeben – einem Spezialgebiet des Büros, bei dem es ganz besonders auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Architekten und Ingenieuren ankommt. Nach einer Führung durch die Büroräume durften wir abschließend auch noch den hauseigenen Windkanal in Aktion erleben.

Wir freuen uns auf das bevorstehende Symposium an der Northwestern University, an dem wir noch mehr von SOM lernen werden können!

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Tag der Architektur’14 . Katharinenturm

Bevor ich meine Entdeckungen des diesjährigen „Tag der Architektur“ vergangenes Wochenende zeige, möchte ich – längst überfällig – ein Objekt in Magdeburg vorstellen, welches letztes Jahr (Sommer 2014) seine Türen öffnete zum Motto „Architektur bewegt“.

Am letzten Juniwochenende im Jahr findet nahezu bundesweit dieser besondere Tag statt. Hier kann sich jeder Architektur- oder Kulturinteressierte einzelne Objekte in zahlreichen Städten ansehen und sich dazu die Geschichten und Intentionen der Projektbeteiligten anhören.

Im vergangenen Jahr stand das Logistik- und Verwaltungszentrum GUNZ und der „Katharinenturm“ – beides in Magdeburg – auf meinem Laufzettel.

Der Katharinenturm
…ist eine kleine Sehenswürdigkeit in unserer Domhauptstadt in Sachsen-Anhalt. Nicht so berühmt wie der Dom selbst, das Hundertwasserhaus oder der Elbauenpark, jedoch voll gepackt mit Geschichte und Leben.

2014-11-06_KathaT_01Anstelle des heutigen Wohn- und Geschäftshauses stand einst die Kirche St. Katherinen. Im Bombenangriff des Zweiten Weltkrieges brannte die Kirche aus und in der Zeit der DDR wurden die Überreste des Sakralbaus entgültig entfernt. Es entstand neu: Das Haus der Lehrer. Nach tiefgreifendem Umbau sehen wir heute den Katharinenturm – ein modernes Wohn- und Geschäftshaus im Zentrum Magdeburgs.
2014-11-06_KathaT_02-12014-11-06_KathaT_02-2Besichtigen konnte man die oberste Etage, das 11. Obergeschoss: Die Konferenzetage gab einen beeindruckenden Blick über der Stadt Magdeburg frei.

Während das Design der Innenräume eher um zurückhaltende und harmonische Eleganz bemüht ist, verkörpert die Fassade bei Einbruch der Dunkelheit einen lauten und auffallenden Charakter. Da die Besichtigung tags stattfand, habe ich leider keine entsprechenden Fotos dazu. Auf der Internetpräsenz des Bauwerks liest man aber von insgesamt 16.000 LED’s, die das Hochhaus bei Nacht illuminieren. Und das tun sie – Weiß, Violet, Grün…

Ein Schwerpunkt beim Umbaukonzept war die Thematik mit den Loggien in den Eckbereichen. Diese verdrehen sich von Geschoss zu Geschoss. Wie eine Ziharmonika falten sich die großen Fensterkonstrukionen – in zwei Ebenen: innen und außen – zur Seite und öffnen damit den Raum nach außen bzw. holen das „Draußen“ herein.
2014-11-06_KathaT_06(li. Johanniskirche, re. Breiter Weg und am Horizont der Magdeburg Dom)

minecraft reloaded

Erinnert Ihr Euch noch an das Entwerfen in Minecraft?
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Im vergangenen Wintersemester werkelten und spielten unsere Kommilitonen in der gerasterten Welt vor sich hin und schufen Hotels in Landschaften zwischen Gut und Böse.
Jetzt wurde ein kleiner studentischer Film *baucraft* veröffentlicht, der unseren Campus in dem Open-World-Spiel zeigt.

Es gibt ein großes Wiedererkennungspotenzial und man kann sich ein abstrakt-reales Bild vom Hochschulstandort in Dessau (Fachbereiche : Architektur | Design | Facility Management | Vermessungswesen) machen – inklusive Bauhaus.

Der didaktische Ansatz beim Entwerfen in Minecraft sei dabei in einer groben Abstraktion zu arbeiten.
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Viel Spaß beim Ansehen des Kurzfilms.
Ich wünsche Euch eine sonnenreiche Restwoche und größtmögliche Erfolge!